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Das Recht am eigenen Bild

Das Recht am eigenen Bild gilt auch in der Ferienzeit!

Der Urlaub ist die schönste Zeit des Jahres und die vielen neuen Erlebnisse wollen in Bildern festgehalten werden. Doch die Daheimgebliebenen sollen sich ebenfalls freuen dürfen. Was liegt somit näher, als die schönen Motive von fröhlichen Menschen über Facebook und Co. zu verbreiten?

Allerdings kann hierbei ein allzu sorgloses Vorgehen mit einer hohen Geldstrafe oder sogar mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr geahndet werden.

Recht in der Kommunikation: Das Recht am eigenen BildDie Gesetzeslage zum Bildnisrecht

Der Hintergrund ist das Recht am eigenen Bild – ein allgemeines Persönlichkeitsrecht respektive das „Recht auf Achtung und Entfaltung der Persönlichkeit“.
Die Rechtsgrundlage für das Recht am eigenen Bild wiederum ist das „Urheberrecht an Werken der bildenden Künste und der Photografie“, kurz KunstUrhG, vom 9. Januar 1907. Und auch wenn sich bis heute einige Neuerungen ergeben haben, gilt dieses Gesetz in seinen Grundzügen noch immer.

Kernaussage des KunstUrhG: „Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden.“

Ausnahmen sind nach dieser Gesetzteslage von 1907 gegeben, wenn

  • es sich um Abbildungen aus dem Bereich der Zeitgeschichte handelt
  • Personen nur als Beiwerk in einer Landschaft oder einem sonstigen örtlichen Kontext zu sehen sind
  • Personen im Rahmen von größeren Versammlungen abgebildet werden
  • Bilder einem höheren künstlerischen Interesse dienen.

Doch Achtung: Diese Ausnahmen wurden durch die neue Rechtssprechung zum Teil revidiert.

Vorsicht bei der Ablichtung von Prominenten

So wurde die in der deutschen Rechtssprechung gängige Unterscheidung in Privatpersonen und „absoluten bzw. relativen Personen der Zeitgeschichte“ durch ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte relativiert. Zuvor durften in der Öffentlichkeit „absolute Personen der Zeitgeschichte“ und „relative Personen der Zeitgeschichte“ auch ohne deren Einwilligung fotografiert und die Bilder verbreitet werden. Nun muss geprüft werden, ob bei deren Fotos zeitgeschichtliche Relevanz vorliegt. Ganz ausgeschlossen vom Recht der Veröffentlichung sind ohnehin Bilder von Prominenten, die in privaten Räumen sowie in Rückzugsbereichen aufgenommen wurden. Hier greift das „Grundrecht auf Schutz des Familien- und Privatlebens“.

Generell gilt jedoch: Je mehr eine Person sich in der Öffentlichkeit bewegt und je mehr ihr Tun von öffentlichem Interesse ist, umso eher können Fotos und sonstige Abbildungen erstellt und medial verwertet werden.

Privatpersonen genießen besonderen Schutz

Und damit wären wir wieder beim Thema Urlaubsfotos und damit Bilder von Privatpersonen. Diese dürfen niemals ohne Zustimmung der Abgebildeten veröffentlicht werden. Auch dann nicht, wenn diese Personen nur in einer Menschenmenge zu erkennen sind.

Relevant für die Notwenigkeit einer Zustimmung ist die individuelle Erkennbarkeit. Und diese kann sich bereits aus dem thematischen Kontext ergeben. Selbst die aus den Medien bekannten Balken vor den Augen eines Abgebildeten können die Identifizierbarkeit einer Person bisweilen nicht verhindern.
Und die Grenzen sind fließend, denn ein Beweis für die Erkennbarkeit muss nicht geführt werden. Allein der Verdacht genügt!

Doch der Schutz von Privatpersonen geht noch weiter: Das bloße Erstellen eines Fotos verletzt mitunter das Recht am eigenen Bild.

Anspruch auf Löschung bei Verletzung der Privatsphäre

Wer sich in seiner Privatsphäre verletzt fühlt, kann vom Fotografierenden die Löschung der Aufnahme fordern. Und dies vor allem dann, wenn die fotografierte Person Grund zur Annahme hat, dass ihr Bildnis medial verbreitet werden soll, wie etwa bei einem Foto via Smartphone.

Daher kann mein Rat nur lauten: Seien Sie vorsichtig, wen Sie wann und in welchem Kontext für Ihre persönlichen Erinnerungsfotos ablichten. Selbst wenn es sich bei den abgebildeten Personen um Freunde und Bekannte handelt: Bitten Sie diese um ihre Einwilligung, bevor Sie deren Fotos via Facebook auf die virtuelle Reise schicken. Damit die schönste Zeit des Jahres auch in schönster Erinnerung bleibt!

 

Handlungsfelder der PR

Öffentlichkeitsarbeit – ihre Handlungsfelder und Instrumente

„Sie machen PR? Dann schreiben Sie Pressemitteilungen!“ Diese und ähnliche Aussagen muss man sich als Kommunikationsprofi anhören, wenn man nach seinem Beruf gefragt wird. Doch den Irrtum aufzuklären und das Aufgabenfeld von PR-Managern eingehender zu erläutern, sprengt zumeist den Rahmen eines unverbindlichen Gesprächs. Denn:

Die Public Relations ist in ihren Disziplinen, Maßnahmen und Möglichkeiten so vielfältig wie die zwischenmenschliche Kommunikation selbst.

Und dabei weitaus vielfältiger als Marketing! Aber wer würde Marketing nur allein mit Anzeigenschaltung in Verbindung bringen?

Public Relations – weil man nicht nicht kommunizieren kann!

Aber woran liegt diese eingeschränkte Wahrnehmung des Berufsfeldes? Womöglich weil sich die Abkürzung „PR“ so wunderbar mit „PRessearbeit“ erklären lässt? Weil PR-Verantwortliche zumeist im Hintergrund arbeiten und ihre Tätigkeit Mitarbeitern und einer breiten Öffentlichkeit verborgen bleibt? All‘ dies könnte eine Erklärung sein.

Somit höchste Zeit, auf dem Blog einer Kommunikationsagentur einmal kurz auf das breite Spektrum der Aufgaben und Maßnahmen der Public Relations einzugehen.

Viele Begriffe für ein Ziel: gute Beziehungen!

Für den Begriff „Public Relations“ gibt es einige Synonyme:

  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Beziehungsmanagement
  • Organisationskommunikation
  • Beziehungsmanagement

Letztendlich bezeichnen alle diese Begriffe die Beziehungspflege von Organisationen mit ihren Anspruchsgruppen. Organisationen können dabei Unternehmen, Behörden, Parteien und NGOs sein, aber auch Non-Profit-Organisationen wie gemeinnützige Vereine oder Stiftungen. Handelt es sich bei den PR-Aktivitäten um die Kommunikation eines Unternehmens, wird von PR auch als Unternehmenskommunikation gesprochen.

Unter den Anspruchsgruppen einer Organisation, sogenannten „Stakeholdern“,versteht man beispielsweise deren Mitarbeiter, Kunden, Zulieferer, Nachbarn, Wähler, Investoren oder Spender. Eben alle diejenigen Teile der Öffentlichkeit, die mit einer Organisation in Beziehung stehen und von deren Handlungen in irgendeiner Weise betroffen sind.

Ziel der „externen PR“ einer Organisation ist folglich ein möglichst gutes Verhältnis zu externen Stakeholdern und ein hoher Bekanntheitsgrad. Dabei können, und daher kommt der Begriff „Pressearbeit“, Journalisten und Redakteure als sogenannte Multiplikatoren genutzt werden.

Adressaten von Public Relations innerhalb einer Organisation, der „internen PR“, sind hauptsächlich die eigenen Mitarbeiter. Diese Anspruchsgruppe wird von KMU leider noch immer nicht in ausreichendem Maße in die Kommunikationsmaßnahmen einbezogen. Ein grober Fehler, denn gut informierte und zufriedene Mitarbeiter sind wertvolle Botschafter eines jeden Unternehmens. Nicht umsonst folgen Kommunikatoren dem Leitsatz: „Die PR beginnt im Inneren einer jeden Organisation.“ Der Aufbau einer Corporate Culture und eines Corporate Images ist ohne eine erfolgreiche interne PR zwar denkbar, führt aber zumeist zu einer inkonsistenten Außenwahrnehmung und somit zu einer Zielverfehlung.

Handlungsfelder der PR: Dialog mit diversen Teilöffentlichkeiten

Das breite Aufgabenspektrum der Public Relations lässt sich am besten anhand ihrer Aufgabenfelder erläutern. Nach der Deutschen Public Relations Gesellschaft, der DPRG, sind dies:

  • Human Relations – Adressaten sind die wichtigsten Zielgruppen, die eigenen Mitarbeiter, ehemalige und potenzielle Mitarbeiter und deren privates Umfeld. Vielfach unterschützt, kann diese Disziplin sehr bereichernd sein, setzt aber Empathie voraus.
  • Corporate Identity – das Erscheinungsbild einer Organisation. Aber Vorsicht! Ein Außenauftritt, der keine Substanz hat und falsche Tatsachen vorspiegelt, ist selten erfolgreich und nur wenig glaubwürdig.
  • Community Relations – Adressaten sind das nachbarschaftliche Umfeld einer Organisation. Verwandte Begriffe sind Corporate Citizenship und Corporate Social Responsibility (CSR).
  • Public Affairs – der Name ist Programm und bezeichnet die Beziehungspflege mit Entscheidern in Behörden, öffentlicher Verwaltung und in der Politik.
  • Media Relations – hier sind wir bei der Pressearbeit und damit bei der Beziehungspflege zu Journalisten und Redakteuren und damit zu Multiplikatoren in den Massenmedien. Gute Kontakte in die Medienlandschaft sind nicht zuletzt in der Krise von unschätzbarem Wert.
  • Krisen-PR / Crisis Management – die Königsdisziplin in der PR und damit eine besondere Herausforderung für die Kommunikationsverantwortlichen. Eine ehrliche und offene Kommunikation ist in der Krise besonders wichtig und das von höchster Stelle!
  • Öko-Relations – hier geht es um die Umweltbilanz einer Organisation.
  • Issues Management – bezeichnet die Kommunikation definierter Themen. Eine sehr spannende Disziplin!
  • Produkt-PR resp. Product Publicity – Adressaten sind die Käufer oder, allgemeiner, die Nutzer der Produkte oder Dienstleistungen einer Organisation.
  • Vertriebsunterstützende PR oder Vertriebs-PR – unterstützt den Vertrieb von Produkten oder Dienstleistungen. Der Reiz liegt hier in der direkten Messbarkeit des Erfolges der PR-Maßnahmen.
  • International Public Relations, dt. internationale PR – Kommunikation über die Grenzen des eigenen Landes und Sprachraumes hinweg. Hier gilt es, global zu denken, aber gemäß lokalen Gegebenheiten und Anforderungen zu kommunizieren. Das Credo: „Think global, but communicate local.“
  • Investor Relations oder Financial Relations, kurz IR – Zielgruppe sind Analysten, Investoren, Anteilseigner oder Gläubiger.

Instrumente der PR: vom Corporate Blog bis zum Controlling

So breit wie die Aufgabenbereiche, so breit ist auch das Spektrum an Instrumenten, die dem Kommunikator zur Verfügung steht.

Hier eine Auswahl:

  • Interne PR – eine gesunde Mischung von Top-Down- und Bottom-Up-Kommunikation im Idealfall. Im Einzelnen sind Intranet, Newsletter, Zeitschriften, Events, Schulungen und Umfragen verbreitete Maßnahmen.
  • Kommunikationsmedien – Konzeption und Kontrolle des Corporate Designs, Internetauftritt, Geschäftsausstattung, Flyer, Broschüren, Success-Storys, Geschäfts- und Quartalsberichte.
  • Medienarbeit – von der Themenplanung über Pressemeldungen und Redaktionsbesuchen bis hin zu Büchern, Reden oder Pressekonferenzen reichen hier die Maßnahmen.
  • Medienbeobachtung – Pressespiegel, quanitative und qualitative Medienresonanzanalyse, Themenmonitoring, Wettbewerbsbeobachtung.
  • Online-PR – Corporate Websites, Corporate Blogs, Online-Campaigning, Social Media, Community-Management im Internet.
  • Events – Konzeption und Durchführung von Messen, Seminaren, Konferenzen, nicht zuletzt Bilanzpressekonferenzen und Hauptversammlungen, Informations- und Jubiläumsveranstaltungen, Community-Meetings.
  • Personen-PR – Menschen, die mit einer Organisation in Beziehung stehen, in einem Unternehmen zumeist Vorstand oder Geschäftsführung, übernehmen repräsentative Aufgaben. Wichtige Voraussetzung sind Charisma, Fachkompetenz und Medientraining.
  • Controlling – Auswertung der Wirksamkeit von Kommunikationsmaßnahmen jenseits des Pressespiegels.

So groß die Vielfalt an Aufgaben und Instrumenten in der PR auch sein mag, die Gesetze für eine erfolgreiche Kommunikation bleiben immer die gleichen – über alle Anspruchsgruppen und medialen Kanäle hinweg!

 

Wenn das Impressum alles überstrahlt

Kurioses Urteil zu Position und Größe des Impressumslinks auf Xing

Es gab mal wieder ein Urteil. Ja, richtig geraten, es ging um das Impressum. Dieses Mal jedoch nicht auf Facebook – das Portal hat ja inzwischen sogar für mobile Devices nachgezogen und seinen Info-Bereich an die hiesige Impressumspflicht für Unternehmen und Selbstständige angepasst. Nein, dieses Mal stand das Impressumsfeld auf Xing zur Debatte.

LG Stuttgart: Link zum Impressum zu klein und zu weit unten

„Auf Xing?“ War mein erster Gedanke. „Das kann gar nicht sein, denn das SoM-Portal war bislang immer vorbildlich, was die Betreiber-Kennzeichnung betrifft.“
Kann doch sein, denn nach einem Urteil des Landgerichts Stuttgart vom 27.06.2014 (Az.: 11 O 51/14) halten die Xing Impressen den rechtlichen Anfoderungen nicht stand. Begründung: Der Hinweis resp. Link sei zu klein, optisch nur schwer wahrnehmbar und befände sich in einem Bereich, der nur durch Scrollen erreichbar wäre.

Bei allen Usern, die das Internet nicht unbedingt als „Neuland“ betiteln würden, ruft ein solches Urteil natürlich Unverständnis hervor. Denn was interessiert bei einer Website vor allem? Natürlich NICHT in erster Linie das Impressum! Meiner Ansicht nach ist dieses durchaus gut am Ende einer Seite aufgehoben. So auch in Xing!

Was also tun, um nicht auch zu den Unglücklichen zu gehören, denen inzwischen Abmahnungen ins Haus geflattert sind?

Tipp: Impressumslink groß und in den Head einer jeden Präsenz im Web

Rechtsanwalt Thomas Schwenke empfiehlt, den Link zum Impressum der eigenen Website in die Profilbeschreibung des Xing-Auftritts, Bereich Zitat, einzutragen. Der Vorteil: Hier kann er auch von Personen, die nicht auf Xing eingeloggt sind bzw. keine Xing-Mitglieder sind, gelesen werden. Man könnte nun fragen, was diese Personen für ein Interesse am Impressum haben sollten, wenn sie ohnehin kaum etwas über die dargestellte Person erfahren können. Aber weiterführende Fragen sind in diesem Fall Zeit- und Ressourcenverschwendung. Xing hat übrigens inzwischen reagiert und versichert, künftig den Anforderungen des LG Stuttgart genüge zu tun.

Bleibt nun noch ein Aspekt: Wie verhält es sich mit der Website von Unternehmen und Selbstständigen? Schließlich befindet sich auch da der Link zum Impressum zumeist im Footer. Ich würde empfehlen, diesen in der nächsten Zeit gut sichtbar in die oberste Menüleiste, in das „Main Menu“, einzubauen. Diese Position dürfte prominent genug sein – für alle Neuland-User und für das LG Stuttgart!

Hoffen wir, dass die Farce bald ein Ende hat, die Gruppe der DAUs einen natürlichen Schwund erlebt und Websites nicht künftig so ausschauen müssen ….

Impressumspflicht im Web: Sehen Websites k�nftig so aus?

 

Kampagne Not on App Store

Social Media-Kampagne: Weg vom Smartphone, hin zum realen Leben!

Jeder von uns kennt die Bilder: Menschen sitzen in Cafés, Bussen und Bahnen einander gegenüber, laufen über die schönsten Plätze in unseren Städten und was tun Sie außer am Latte oder Hugo zu nippen? Sie starren auf ihr Smartphone. Das Gerät, das angeblich alles kann außer fliegen. Und auf dessen Applikationen sich nahezu jeder Wirtschaftszweig in seinen Geschäftsmodellen und Marketing-Aktivitäten stürzt und stützt.

Crowd-Kampagne „Not available on App Store“

Dass ein Smartphone oder Tablet allerdings für viele wichtige Dinge und Aktionen nicht zu gebrauchen ist, macht die Social-Web-Kampagne „Not on App Store“ deutlich. Für einen Dollar können sich Interessierte einen Sticker mit Aufschrift „Not available on App Store“ kaufen, auf Gegenstände, Personen oder Tiere kleben und die entsprechenden Fotos ins Netz stellen.

Bekannte Marketing-Regel: Trend erzeugt Gegentrend

Hintergrund ist der Gedanke, und wohl auch das Bedürfnis, darauf aufmerksam zu machen, dass es zwischen Himmel und Erde noch immer Erlebnisse gibt, die man real erfahren sollte und die der Blick ins Smartphone nicht bieten kann. Eine schöne Idee und eine sehr gelungene Aktion! Und auch eine Bestätigung für die Marketing-Regel, dass ein starker Trend auch immer einen Gegentrend zur Folge hat.

Also: Daumen und natürlich Kopf hoch und mitgemacht… für mehr Freude am Leben und an realen menschlichen – und womöglich auch tierischen – Begegnungen im Alltag! Denn die gibt’s wirklich nicht im App Store!
Aktualisierung 07.05.2014: Ein YouTube Video, das im Moment einen Hype erlebt, verkündet unter dem Titel „Look Up (from Your Smartphone)“ die gleiche Botschaft. Auch wenn ein Teil der Community dem Musikvideo-Regisseur Gary Turk Doppelmoral und Gewinnsucht – Turk wird nicht schlecht an der Werbung verdienen – vorwirft, ist das Video gut gemacht und geht in seiner Emotionalität unter die Haut. Also, unbedingt reinschauen!

 

Impressumsfeld auf Facebook

Jüngstes Facebook Design-Update beinhaltet Impressumsfeld auf Fanpages.

Man soll ja den Glauben an Wunder niemals aufgeben. Zumal, wenn man gerade ein solches auf Facebook hat erleben dürfen. Denn endlich, nach rund sechs Jahren stetigen Bemühens, haben Zuckerberg und Co. ein Einsehen und schenken der deutschen Community ein Feld für den Eintrag eines Impressums.

Vorbei das ständige Nacharbeiten bei Kunden und auf der eigenen Seite, wenn Facebook mal wieder das Design geändert oder sich für die mobile Ansicht herausgeputzt hat. Im Land der gesetzlichen Impressumspflicht eine Erlösung für alle Beteiligten!

Zu finden ist der neue Link zum Impressumsfeld in der linken Timeline-Spalte:

Impressum Frontend

Das Einpflegen eines rechtssicheren Impressums – hierzu bitte auch den Blogartikel „Impressumspflicht: Wildwuchs im Web“ beachten – erfolgt über den Info-Bereich der Fanpage. Einfach diese öffnen, im Feld „Impressum“ auf „Bearbeiten“ klicken, die Angaben einfügen und sichern. Fertig!

Der Besucher des Facebook-Profils sieht das Impressum dann in der stationären Ansicht wie folgt:

Impressum Infobereich

Um der Impressumspflicht zu genügen, könnte man auch, wie zuvor praktiziert, nur einen Link zum Impressum der eigenen Website einfügen. Denn nach Paragraf 5 des Telemediengesetzes muss das Impressum lediglich in maximal zwei Schritten für den Seitenbesucher erreichbar sein.

Aber Vorsicht: Der Link „Impressum“ ist in der mobilen Ansicht der Fanpage leider nicht sichtbar. Hier würde ich empfehlen, der Anleitung im Blogartikel „Facebook oder die unendliche Geschichte“ zu folgen. Denn nach wie vor gilt: Besser ein Hinweis auf ein rechtssicheres Impressum zu viel als zu wenig. Auf Facebook kann Nachlässigkeit in dieser Hinsicht nämlich teuer werden!

 

Kommunikation in der Branche der erneuerbaren Energien

Schlechte Noten für Biomasse-, Solar- und Windenergie-Firmen

Es ist mitnichten ein Geheimnis, dass die Branche der erneuerbaren Energien viel von ihrem positiven Image eingebüßt hat. Zugegeben, Fehlentwicklungen und eine unklare Strategie im Zuge der viel diskutierten Energiewende machen es den Unternehmen nicht gerade leicht. Allerdings verschenken die Firmen der EE-Branche in einer Hinsicht ihr Potenzial nur allzu fahrlässig: in der Kommunikation mit ihren Anspruchsgruppen.

Das was Kommunikationsmanager schon mehrfach im Kontakt mit Vertretern der Branche haben erfahren müssen, macht nun eine neue Studie von Krampitz Communications deutlich:

  • Kaum jedes fünfte Unternehmen der EE-Branche agiert in der Kommunikation professionell.
  • Nur jedes dritte Unternehmen betreibt seine Kommunikation strategisch.

Ein Desaster, denn das Interesse an erneuerbaren Energien und an der Energiewende ist in der Bevölkerung ungebrochen. Dementsprechend groß ist der Austausch in sozialen Medien. Ein Phänomen, das wir selbst bestätigen können, wurde doch wenige Minuten nach der Veröffentlichung einer von uns lancierten Meldung auf einem Zeitungsportal lebhaft über die Vor- und Nachteile von Energie aus Biomasse diskutiert.

Hoher Bedarf an Informationen zu Umweltschutz und Energiewende

Zielgruppe Produzenten von Windenergie, Sonnenergie und Bioenergie: schlechte Noten f�r Public RelationsDas bedeutet: Die Menschen möchten sich aktiv an der Diskussion über die Energiewende und auch an der Energiewende selbst beteiligen. Was Ihnen fehlt, sind vielmehr kompetente Ansprechpartner, die sich ihren Fragen und ihrer Kritik stellen und nutzwertige Informationen liefern.

Diese Chance sollten Unternehmen der Erneuerbare-Energien-Branche nutzen. Sie wären gut beraten, den Dialog mit ihren Zielgruppen aufzunehmen und sich als kompetente Ansprechpartner in Fragen der regenerativen Energien und des Umweltschutzes zu erweisen – zu ihrem eigenen Nutzen und im Dienst der Sache.

Zudem sollte es nicht schwer sein, Partner oder Mulitplikatoren zu finden, die ihrerseits die Kommunikation vorantreiben. Denn nur wenige Themen genießen eine so hohe Aufmerksamkeit bei Verbänden und Journalisten wie die Energiewende. Denn es geht um nichts weniger als um unsere Zukunft!

Impressumspflicht für mobile Facebook-Fanpages

Die unendliche Geschichte zum Thema Impressumspflicht auf Facebook schreibt ein neues Kapitel.
Aber dazu später!

Recht in Social Media: Impressumspflicht f�r mobile Facebook-FanpagesZunächst eine kurze Zusammenfassung der Gesetzeslage (die ausführlichen Angaben und den Link zu einem Infoblatt des Justizministerium findet sich unter dem Blogbeitrag „Impressumspflicht: Wildwuchs in Web“ vom 13. November 2012):

Nach Paragraf 5 des Telemediengesetzes (kurz: § 5 TMG) ist jeder Betreiber einer kommerziellen Website dazu verpflichtet, sein Online-Angebot mit einer Reihe von Angaben zu kennzeichnen. Da die zu geschäftlichen Zwecken genutzten Social Media-Auftritte ebenfalls unter diese Bestimmung fallen, unterliegen auch diese der Notwendigkeit.

Dabei gilt: Die Anbieterkennzeichnung, also das Impressum, muss leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar sein.

Das Problem: Soziale Medien halten eine entsprechende Rubrik nicht vor.
Somit habe ich Kunden für deren Facebook-Auftritt bislang empfohlen, in die Info-Rubrik im Feld „kurze Beschreibung“ die URL der Impressumsseite des firmeneigenen Webauftritts mit dem Hinweis „Impressum“ gut sichtbar einzufügen. Aber Vorsicht: Voraussetzung für die rechtliche Stichhaltigkeit dieses kleinen Tricks ist, dass der Betreiber der Website und der Fanpage auf Facebook ein und dieselbe Person sind!

Dieser Ratschlag gilt nach wie vor.
Aber: Facebook hat jüngst das Layout der Seitenansicht für mobile Devices, also für Smartphones und Tablets, ge�ndert und nun erscheint der Hinweis resp. der Link zur Impressumsseite auf der Homepage eines Seitenbetreibers in der mobilen Ansicht nicht mehr.

Doch auch hier gibt es Abhilfe: Rechtsanwalt Schwenke aus Berlin empfiehlt auf allfabook.de, in der Info-Rubrik auch das Textfeld „Beschreibung“ mit dem Hinweis „Zum Impressum“ und mit den genauen Daten zu bestücken – ebenso ausführlich wie auf der Website. In der mobilen Ansicht von Fanpages wird nämlich der erste Satz des Feldes der ausführlichen Beschreibung und nicht das der kurzen Beschreibung abgebildet.

Verwirrend? Zugegeben, aber hier ein Blick auf einen Ausschnitt des Info-Bereiches der Fanpage von Die Konzepter Kommunikation.Kreation mit eben diesen Anpassungen:

Impressum f�r mobile Facebook Fanpages

Mein Appell: Nehmen Sie sich die wenigen Minuten Zeit, die Sie zur Anpassung Ihrer Fanpage auf Facebook benötigen. Die kurze Mühe kann letztendlich Geld sparen und – ein nicht ganz zu unterschätzender Faktor für die nahe Zukunft – Sie bleiben in Übung!

Abtauchen im Web

Surfen ober- und unterhalb der Meeresoberfläche

Wir alle tun es, täglich und mehrfach: Das Abtauchen in die digitale Welt des Internets.

Der Redakteur Athanassios Danoglidis hat dies wörtlich genommen und die Daten und Fakten des World Wide Web im Kontext eines Ozeans für webmagazin.de grafisch aufbereitet.

Wir finden es sehr gelungen und wünschen viel Spaß und gute Information beim Surfen oberhalb und Tauchen unterhalb der Meeresoberfläche – beides rein virtuell, versteht sich!

Hier geht’s zur Infografik!

Impressum korrekt formulieren

Wie Sie Abmahnungen infolge einer fehlerhaften Anbieterkennzeichnung vermeiden!

Die Varianten in der Darstellung von „Impressen“ im Web kennen noch immer keine Grenzen: Von V.i.S.d.P. (verantwortlich im Sinne des Presserechts) bis zur Unauffindbarkeit der Anbieterkennzeichnung ist alles vertreten.

Recht im Internet: Impressum korrekt formulierenAllerdings seltsam, denn eigentlich sollten die wenigen Regeln für eine korrekte Formulierung des Impressums einer Internetseite inzwischen bis zur letzten Agentur, die die Konzeption oder Programmierung von Webseiten anbietet, durchgedrungen sein.

Grundsätzlich gilt: Jeder Betreiber einer Webseite ist nach Paragraf 5 des Telemediengesetzes (kurz: § 5 TMG) dazu verpflichtet, sein Online-Angebot mit einer Reihe von Angaben zu kennzeichnen. Ausgenommen sind lediglich Internetseiten, die ausschließlich privaten Zwecken dienen. Allerdings sind die Verantwortlichen auch in diesem Fall gut beraten, wenn sie der Kennzeichnungspflicht dennoch nachkommen.

Die Daten, die im Rahmen der Impressumspflicht anzugeben sind, können sich jedoch in ihrem Umfang unterscheiden, je nachdem, ob es sich bei dem Webseitenbetreiber um eine natürliche oder um eine juristische Person handelt (Firmierung als GmbH oder AG). Allerdings sind nach § 2 Satz 2 TMG juristische Personen mit Personengesellschaften (GbR, OHG, KG) gleichgestellt, die Rechte erwerben und Verbindlichkeiten eingehen können.

Für alle gilt: Die Anbieterkennzeichnung, also das Impressum, muss leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar sein.

Will heißen: Der Menüpunkt auf der Webseite, der die verpflichtenden Daten bereithält, sollte

  • entsprechend benannt werden, also am besten „Impressum“ heißen. Allzu viel Kreativität ist hier fehl am Platz!
  • Dann sollte man nicht lange suchen müssen, um zum Impressum zu gelangen. Warum somit den Link nicht gleich ins Menü oder gut sichtbar in den Footer packen?
  • Und zum Schluss gilt es noch sicherzustellen, dass die Informationen dem User ständig und gut lesbar zur Verfügung stehen.

An Daten braucht es für alle Firmierungen sämtliche Namen (soweit vorhanden: Firma, Personen, Vertretungsberechtigte), Anschrift, Kontaktinformationen in Form von E-Mail und eines weiteren Kommunikationsmittels wie Telefonnummer bzw. Kontaktformular. Bei der Telefonnummer sollte die Erreichbarkeit gewährleistet sein. Ein Anrufbeantworter genügt nicht den Anforderungen eines jeden Gerichts.

Hinweise zur Impressumspflicht als Infoblatt vom Bundesministerium für Justiz

Welche Angaben im Einzelnen und abhängig von Umsatzsteueridentifikationsnummer, behördlicher Zulassung, Eintragungen in Handelsregister etc. zu beachten sind, ist in einem kleinen, aber sehr informativen Leitfaden des Bundesministerium für Justiz (hier Link zum Download) übersichtlich dargestellt. In strittigen Fällen würde ich allerdings jedem Anbieter von Webseiten, insbesondere von Webshops, raten, das Impressum von einem Anwalt prüfen zu lassen. Denn Verstöße werden als Ordnungswidrigkeiten und, schlimmer noch, als Wettbewerbsverstoß geahndet. Und das kann eine hohe Geldbuße bedeuten!

Und ein nicht minder wichtiger Hinweis zum Schluss, der von vielen Betreibern kommerzieller Webseiten schlichtweg vergessen wird:

Auch die Seite eines Unternehmens auf Facebook und Co. unterliegt der Impressumspflicht!

Mein Tipp: Da diese sozialen Medien eine entsprechende Rubrik nicht vorhalten, gibt es einen kleinen Trick, mit dessen Hilfe man sich die Richtlinie der unmittelbaren Erreichbarkeit des Impressums zunutze machen kann: Wenn Sie als Betreiber Ihrer Webseite ebenfalls für die Fanseite Ihres Unternehmens verantwortlich sind, brauchen Sie lediglich in die Info-Rubrik auf Facebook die URL der Impressumsseite Ihres Webauftritts mit dem Hinweis „Impressum“ gut sichtbar einfügen. Und Sie haben somit Ihrer Pflicht zur Anbieterkennzeichnung genüge getan!

Ach ja, noch eine Anmerkung: Auch für Webseiten, die sich noch im Aufbau befinden, gilt die Impressumspflicht. Es bleibt schwierig!

Vorsicht vor ungewolltem Datenklau im Web

Auch im Internet gilt: Finger weg von fremden Inhalten!

Der eigene Blog kommt ohne Bilder recht dröge daher. Warum nicht schnell mal ein Foto aus dem Web herunterladen? Die Auswahl ist ja groß genug!
Oder gleich das Herstellerfoto eines Artikels nutzen, den man über ebay verkaufen möchte. Ist ohnehin hübscher als das selbst erstellte Handy-Foto!

Doch Vorsicht: Ein derart sorgloser Umgang mit fremdem Bildmaterial kann den Nutzer teuer zu stehen kommen!

Aktuell scheinen wieder zahlreiche Abmahnungen wegen unerlaubt verwendeter Fotografien zu kursieren. Zumindest berichten die Blogs diverser Anwaltskanzleien von einem vermehrten Aufkommen.

Recht im Internet: Finger weg von fremden Inhalten

Um sich vor solch‘ kostspieligem Ärger zu schützen, gibt es nur eine Methode: Finger weg von fremden Inhalten! Verwenden Sie niemals Bilder, Texte, Videos oder Audiodateien, die Sie nicht selbst produziert haben oder deren Nutzungrechte Sie nicht besitzen. Und: Lassen Sie sich die Nutzungrechte immer schriftlich zusichern – unter Nennung des Verwendungszwecks und der Nutzungsdauer.

In Zusammenarbeit mit Robert Bree Kommunikationsdesign und Matthias Koch, Aman Krasel Koch Rechtsanwälte in Frankfurt haben wir zudem ein Formular für die Vereinbarung zur Nutzung urheberrechtlich geschützter Inhalt erstellt, das wir Ihnen gerne kostenfrei zum Download anbieten.

Fazit: Ersparen Sie sich unnötigen Ärger und Kosten und kontaktieren Sie den Urheber der Inhalte, die Sie für Ihre Belange im Web verwenden möchten. Nach meiner Erfahrung ergeben sich daraus durchaus nette Kontakte und man erfährt freudiges Feedback von Seiten der Urheber, sind diese doch positiv überrascht, höflich um Nutzungserlaubnis gebeten zu werden.

 

Schleichwerbung im Social Web

Wettbewerbswidrige Schleichwerbung der ARAG auf Blog von Rechtsanwälten

Es ist erstaunlich, aber scheinbar dennoch eine Tatsache, dass viele Unternehmen noch immer nicht verstanden haben, sich im Social Web korrekt zu bewegen.
Über einen Fall, der sicherlich nicht nur mich zum Schmunzeln gebracht hat, berichtet der Newsletter der Kanzlei Dr. Bahr in der Ausgabe vom 2.05.2012.

Recht in Social Media: Schleichwerbung
Auf dem Blog der Rechtsanwälte Carsten Hoenig und Dr. Martin Bahr zum Thema „Rechtsschutzversicherer“ tauschen sich regelmäßig mehr als 30 Rechtsanwälte über ihre Erfahrungen mit Rechtsschutzversicherungen aus. Dabei wurde auch über den Rechtsschutzversicherer ARAG und dessen Regulierungsverhalten berichtet. Dazu postete ein User eine wahre Lobeshymne über die ARAG und deren Service.

Nicht gekennzeichnetes Posting von Unternehmen wettbewerbswidrig

Dies ließ die Anwälte aufhorchen. Die Recherche nach der IP-Adresse des begeisterten Versicherungsnehmers führte direkt zum Standort des Rechtsschutzversicherers ARAG.

Das Ende vom Lied: Das Landgericht Hamburg stellte in einer einstweiligen Verfügung fest, dass die Rechtsschutzversicherung ARAG wettbewerbswidrig Online-Schleichwerbung betrieben habe. Für alle, die es interessiert: Der Wortlaut des Postings, nähere Ausführungen und die Beschlussfassung finden sich im Newsletter-Archiv der Website der Kanzlei Dr. Bahr.

Fazit: Auch die korrekte Kommunikation im World Wide Web will gelernt sein. Sie sollte in Unternehmen den Verantwortlichen für Public Relations bzw. Marketing oder Agenturen überlassen werden. Anderfalls läuft das Ergebnis in Gefahr, nur eines zu sein: sehr, sehr peinlich!