Wie Sie die Ladegeschwindigkeit Ihrer Website erhöhen

Sechs einfache Maßnahmen für ein uneingeschränktes Nutzererlebnis!

Jeder kennt sie, außergewöhnlich gestaltete WordPress Websites mit hochauflösenden Bildern oder Videos. Schön anzuschauen und oftmals auch Gewinner von Designpreisen. Jedoch ebenso oft dauert es gefühlte Ewigkeiten bis sich eine solche Website öffnet und aussagekräftige Inhalte zur Verfügung stehen. Die Folgen: Seitenbesucher springen vorzeitig ab und die Google Bots registrieren ein negatives Charakteristikum.
Aus diesem Grund hat sich eine Gegenbewegung unter den Webdesignern etabliert, die ein minimalistisches Design propagiert. Zum Zweck einer besseren Usability sowie Ladegeschwindigkeit vor allem auf mobilen Devices.

Nun ist natürlich nicht jedes Angebot für minimalistisches Webdesign geeignet. Viele Geschäftsmodelle verlangen geradezu nach schönen Bildern, Videos und einem unverwechselbaren Layout. Wie man mit recht einfachen Maßnahmen auch für diese WordPress Websites ein uneingeschränktes Nutzererlebnis erzeugen kann, erfahren Sie im Folgenden. Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!

Schritt 1: Wählen Sie einen guten Hoster für Ihre Website!

„Billig ist nicht unbedingt gut“, dieser Spruch gilt vor allem bei der Auswahl eines Hosters. Und dies ebenso wie die Erkenntnis, dass selbsternannte „Sieger“ irgendwelcher Umfragen nicht unbedingt höchsten Ansprüchen genügen. Fragen Sie daher bei Ihrem Webdesigner nach, welcher Hoster sich tatsächlich für die Anforderungen Ihrer künftigen WordPress Website eignet. Er wird es Ihnen danken, mitunter auch mit einer kleineren Rechnung!
Sollten Sie bereits über eine Website verfügen, so überlegen Sie sich einen Wechsel spätestens beim nächsten Relaunch. Ein Umzug ist ein absehbarer Aufwand und einer schlechten Performance auf eine unabsehbar lange Zeit unbedingt vorzuziehen!

Schritt 2: Nutzen Sie eine Caching Software!

Browser-Caching kennt ein jeder. Nach dem gleichen Prinzip speichert eine Caching-Software für WordPress Websites die Daten einer jeden Seite auf dem Server des Hosters, so dass diese vom jeweiligen Device – Rechner, Laptop oder Smartphone – nur noch dargestellt werden muss. Ein erneutes Abrufen und Zusammensetzen der Daten entfällt, was die Ladezeiten der Website massiv reduziert.

Da eine „gute“ Website regelmäßig aktualisiert und um neue Inhalte erweitert werden sollte, kann die Installation eines Cache-Plugins nur eine wirkungsvolle Maßnahme unter vielen sein. Übrigens waren unsere Erfahrungen mit dem „W3 Total Cache plugin“ durchweg positiv!

Schritt 3: Entfernen Sie ungenutzte Plugins!

Plugins für WordPress Websites gibt es wie Sand am Meer. Das ist die positive Nachricht. Die negative jedoch ist, dass zu viele, zum Teil wenig nützliche Plugins eine Website massiv verlangsamen können. Aber damit nicht genug: Plugins stellen auch ein beliebtes Einfallstor für Hacker dar. Fragen Sie daher unbedingt Ihren Webdesigner nach seiner Einschätzung, bevor Sie ein Plugin installieren und aktivieren. Auch wenn die Anwendung auch noch so nett sein sollte!

Schritt 4: Komprimieren Sie Ihren Code!

Zugegeben, ein bisschen Abstand zwischen den Zeilen einer PHP-Datei ist durchaus angenehm. Doch auch diese Lücken tragen dazu bei, dass sich die Ladegeschwindigkeit einer Website verringert. Und da bekenntlich auch „Kleinvieh Mist macht“, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass Ihr Code möglichst wenig Abstand zwischen Zeichen oder Zeilen aufweist.

Schritt 5: Reduzieren Sie die Einbettung externer Angebote!

Weniger ist mehr, auch bei der Nutzung externer Anwendungen. Denn die Skripte, die von Videos auf YouTube oder Vimeo sowie Social Media Angeboten beim Aufruf Ihrer Website geladen werden müssen, wirken sich ebenfalls negativ auf die Performance Ihrer  Website aus.
Gleiches gilt für eine Überladung des <head> Bereichs Ihrer Website mit Skript. Sprechen Sie hierzu ruhig mal Ihren Webdesigner an!

Schritt 6: Das Wichtigste zum Schluss – Bildoptimierung!

Große Bildschirme im Format 16:9 mögen eine Verführung darstellen, der Sie jedoch unbedingt widerstehen sollten, wenn Sie Bilder für Ihre Website bearbeiten. Riesige Bilder, groß an Pixeln als auch Auflösung, verlangsamen Webseiten massiv. Nutzen Sie zudem nur Dateiformate, die sich für eine Anwendung im Web eignen, wie JPEG, PNG, GIF und SVG.

Hierzu ein kleiner Exkurs:
JPG oder JPEG sind die am häufigsten verwendeten Dateiformate im Web, nicht zuletzt, da sie sich für alle Bilder optimal eignen und dies auch in kleinen Dateigrößen.
Ein PNG ist das Format der Wahl, wenn es auf Qualität ankommt wie beispielsweise bei der Einbindung eines Logos oder eines Icons. Nur ein PNG garantiert hier eine Darstellung mit scharf gezeichneten Rändern, da das Dateiformat ohne Datenverlust auskommt und Transparenzen exakt darstellt.
GIF-Dateien können ebenfalls Transparenzen optimal darstellen und werden zumeist als Formate für einfache Bilder oder Webgrafiken mit limitierten Farben verwandt.
Die Dateiendung SVG bezeichnet Vektor-Dateien, die über eine weitaus kleinere Dateigröße als alle anderen Formate verfügen, ohne Datenverlust auskommen und vom Browser sehr schnell verarbeitet werden können. Ihre Verwendung stellt jedoch einige Anforderungen, so dass deren Nutzen im Vergleich zum Aufwand abgewogen werden sollte.