PR Public Relations Social Media Kategorie: Smartphone

Pressespiegel – richtig archiviert und publiziert

Was bei der Archivierung und Publikation von Presseartikeln zu beachten ist.

Die Freude an einem positiven und breiten Interesse der Medien am eigenen Unternehmen, lässt manchen unvorsichtig werden. Allzu schnell und unbedacht werden Artikel eingescannt, an Mitarbeiter oder Kunden verteilt und auf die firmeneigene Website gestellt. Ein fatales Unterfangen! Denn Publikationen in Zeitungen und Zeitschriften unterliegen dem Urheberrecht und dürfen nur mit der Genehmigung der Urheber bzw. der entsprechenden Verlage genutzt werden.

Recht in Public Relations: PressespiegelPressespiegel: intern, extern, digital oder doch nur auf Papier?

Im Web publiziert oder an Kunden verteilt, dient ein Pressespiegel zumeist zum Zweck der Werbung. Dieser externe Pressespiegel darf nur mit ausdrücklicher Einwilligung des Urhebers bzw. des Verlages erstellt werden. Einige Verlage haben daraus bereits ein Geschäftsmodell entwickelt und bieten gegen Honorar ein grafisch aufbereitetes pdf für die externe Nutzung an.

Sollen Artikel aus Zeitungen und Zeitschriften rein zur internen Verwendung gesammelt oder sogar archiviert werden, ist der Sachverhalt mitunter kompliziert. Hier tut man gut daran, sich entweder anwaltlich oder von seiner Agentur beraten zu lassen. Informationen stellen auch die sogenannten Verwertungsgesellschaften auf ihren Internetseiten zur Verfügung.

Für interne Pressespiegel sind die Verwertungsgesellschaften zuständig

Sollen die Publikationen nur in Papierform verteilt oder archiviert werden – was heute sicherlich eher die Ausnahme ist – wird eine Gebühr an die Verwertungsgesellschaft Wort, kurz VG Wort, fällig. Soll der interne Pressespiegel auf elektronische Weise Verwendung finden, ist die PMG Presse Monitor GmbH zu informieren und eine entsprechende Vergütung, ja nach Medienauswahl, zu entrichten.

Fazit: Kostenfrei ist die breit gestreute Begeisterung an der Berichterstattung über das eigene Unternehmen nicht. Aber ein kleines Schlupfloch ist allen geblieben, die ihre PR-Erfolge nicht verschweigen wollen: Zitate über ein oder zwei Sätze sind jederzeit und kostenlos möglich. Aber diese entsprechend korrekt. Nicht dass man in Gefahr läuft, nicht zu zitieren, sondern zu plagiieren!