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Schleichwerbung im Social Web

Wettbewerbswidrige Schleichwerbung der ARAG auf Blog von Rechtsanwälten

Es ist erstaunlich, aber scheinbar dennoch eine Tatsache, dass viele Unternehmen noch immer nicht verstanden haben, sich im Social Web korrekt zu bewegen.
Über einen Fall, der sicherlich nicht nur mich zum Schmunzeln gebracht hat, berichtet der Newsletter der Kanzlei Dr. Bahr in der Ausgabe vom 2.05.2012.

Recht in Social Media: Schleichwerbung
Auf dem Blog der Rechtsanwälte Carsten Hoenig und Dr. Martin Bahr zum Thema „Rechtsschutzversicherer“ tauschen sich regelmäßig mehr als 30 Rechtsanwälte über ihre Erfahrungen mit Rechtsschutzversicherungen aus. Dabei wurde auch über den Rechtsschutzversicherer ARAG und dessen Regulierungsverhalten berichtet. Dazu postete ein User eine wahre Lobeshymne über die ARAG und deren Service.

Nicht gekennzeichnetes Posting von Unternehmen wettbewerbswidrig

Dies ließ die Anwälte aufhorchen. Die Recherche nach der IP-Adresse des begeisterten Versicherungsnehmers führte direkt zum Standort des Rechtsschutzversicherers ARAG.

Das Ende vom Lied: Das Landgericht Hamburg stellte in einer einstweiligen Verfügung fest, dass die Rechtsschutzversicherung ARAG wettbewerbswidrig Online-Schleichwerbung betrieben habe. Für alle, die es interessiert: Der Wortlaut des Postings, nähere Ausführungen und die Beschlussfassung finden sich im Newsletter-Archiv der Website der Kanzlei Dr. Bahr.

Fazit: Auch die korrekte Kommunikation im World Wide Web will gelernt sein. Sie sollte in Unternehmen den Verantwortlichen für Public Relations bzw. Marketing oder Agenturen überlassen werden. Anderfalls läuft das Ergebnis in Gefahr, nur eines zu sein: sehr, sehr peinlich!