Wenn das Impressum alles überstrahlt

Kurioses Urteil zu Position und Größe des Impressumslinks auf Xing

Es gab mal wieder ein Urteil. Ja, richtig geraten, es ging um das Impressum. Dieses Mal jedoch nicht auf Facebook – das Portal hat ja inzwischen sogar für mobile Devices nachgezogen und seinen Info-Bereich an die hiesige Impressumspflicht für Unternehmen und Selbstständige angepasst. Nein, dieses Mal stand das Impressumsfeld auf Xing zur Debatte.

LG Stuttgart: Link zum Impressum zu klein und zu weit unten

„Auf Xing?“ War mein erster Gedanke. „Das kann gar nicht sein, denn das SoM-Portal war bislang immer vorbildlich, was die Betreiber-Kennzeichnung betrifft.“
Kann doch sein, denn nach einem Urteil des Landgerichts Stuttgart vom 27.06.2014 (Az.: 11 O 51/14) halten die Xing Impressen den rechtlichen Anfoderungen nicht stand. Begründung: Der Hinweis resp. Link sei zu klein, optisch nur schwer wahrnehmbar und befände sich in einem Bereich, der nur durch Scrollen erreichbar wäre.

Bei allen Usern, die das Internet nicht unbedingt als „Neuland“ betiteln würden, ruft ein solches Urteil natürlich Unverständnis hervor. Denn was interessiert bei einer Website vor allem? Natürlich NICHT in erster Linie das Impressum! Meiner Ansicht nach ist dieses durchaus gut am Ende einer Seite aufgehoben. So auch in Xing!

Was also tun, um nicht auch zu den Unglücklichen zu gehören, denen inzwischen Abmahnungen ins Haus geflattert sind?

Tipp: Impressumslink groß und in den Head einer jeden Präsenz im Web

Rechtsanwalt Thomas Schwenke empfiehlt, den Link zum Impressum der eigenen Website in die Profilbeschreibung des Xing-Auftritts, Bereich Zitat, einzutragen. Der Vorteil: Hier kann er auch von Personen, die nicht auf Xing eingeloggt sind bzw. keine Xing-Mitglieder sind, gelesen werden. Man könnte nun fragen, was diese Personen für ein Interesse am Impressum haben sollten, wenn sie ohnehin kaum etwas über die dargestellte Person erfahren können. Aber weiterführende Fragen sind in diesem Fall Zeit- und Ressourcenverschwendung. Xing hat übrigens inzwischen reagiert und versichert, künftig den Anforderungen des LG Stuttgart genüge zu tun.

Bleibt nun noch ein Aspekt: Wie verhält es sich mit der Website von Unternehmen und Selbstständigen? Schließlich befindet sich auch da der Link zum Impressum zumeist im Footer. Ich würde empfehlen, diesen in der nächsten Zeit gut sichtbar in die oberste Menüleiste, in das „Main Menu“, einzubauen. Diese Position dürfte prominent genug sein – für alle Neuland-User und für das LG Stuttgart!

Hoffen wir, dass die Farce bald ein Ende hat, die Gruppe der DAUs einen natürlichen Schwund erlebt und Websites nicht künftig so ausschauen müssen ….

Impressumspflicht im Web: Sehen Websites k�nftig so aus?

 

Erste Website für eine Gießerei

Das Konzepter-Netzwerk konzipiert und realisiert erste Website für eine Gießerei.

Facebook wurde in den letzten Wochen nur sporadisch gepflegt und der Konzepter-Blog schien in einen Dornröschenschlaf gefallen zu sein. Was war passiert?

Nein, wir und unser Netzwerk, allen voran Publicdesign, waren nicht in Urlaub. Ganz in Gegenteil! Gemeinsam haben wir uns einem sehr interessanten Auftrag gewidmet: der Konzeption und Realisierung des neuen Webauftritts der Esterer Gießerei mit Werken in Altötting und Wurzen.

Eine faszinierende Aufgabe! Zum einen, weil uns das Material, vor allem in flüssiger Form und in seiner ganzen Vielfalt, in seinen Bann zog. Und zum anderen, weil die Esterer Gießerei auf eine erfolgreiche Historie von mehr als 150 Jahren zurückblickt.

Das Ergebnis ist nun online zu bewundern und der Kunde ist glücklich. Was will Agentur mehr!

Das BSI veröffentlicht Studie zur Sicherheit gängiger Content Management Systeme

Sie nutzen für Ihren privaten oder geschäftlichen Internetauftritt WordPress, Typo3, Drupal oder Joomla? Dann wird dieser Artikel für Sie oder auch für Ihre Agentur interessant sein.

Sicherheit im Internet – BSI veröffentlicht Studie zur Sicherheit von CMS

Aber zunächst ein kleiner Exkurs zum Thema CMS: Ein Content Management System, kurz CMS, ist eine Software, die die Erstellung und Bearbeitung von Inhalten (Content) vereinfachen soll. Zielmedien können Webseiten, aber auch andere digitale Medienarten sein. Und unter Content versteht man allgemein Texte, Bilder oder auch Videos.

Entscheidend bei einem CMS ist, dass jeder, der als Autor oder Redakteur auf das System und damit auf das „Backend“ zugreifen kann, auf recht einfach Art und Weise, Content einpflegen, verändern oder löschen kann. Und dies, ohne über HTML- oder PHP-Kenntnisse zu verfügen. Besonders geeignet, und das mit gewissen Restriktionen in der Benutzung des Systems belegt, ist ein CMS für den Fall, dass mehrere Autoren oder Redakteure mit der Pflege eines Internetauftritts betraut sind. Hier dient ein Content Management System auch in hohem Maß der Organisation der Inhalte und Zugriffsrechte auf eine Website.
Open-Source-CMS: WordPress und Joomla werden am häufigsten verwendet.

In den vergangenen Jahre hat sich die Nutzung sogenannter Open-Souce-CMS durchgesetzt. Und dies sowohl im privaten wie auch im kommerziellen Bereich. Zu den frei zugänglichen und kostenlosen Content Management Systemen zählen Drupal, Joomla, Typo3 und WordPress. Dabei sind WordPress und Joomla sicherlich diejenigen Systeme, die bislang die größte Verbreitung erzielt haben. Ein wichtiger Grund, warum selbst Unternehmen heute kaum mehr auf selbst gestrickte CMS-Lösungen zurückgreifen, mag die Affinität von Suchmaschinen, allen voran Google, für Open-Source-CMS sein.
Sicherheitsniveau der Basissysteme gut. Erweiterungen bergen Risiken.

Der Vorteil einer solchen Open-Source-Lösung ist zumeist auch das Problem: Das Basissystem passt auf viele Bedürfnisse, birgt jedoch auch Schwachstellen und damit Angriffsmöglichkeiten für Externe.

Diese Sicherheitslücken ausfindig zu machen, war das Ziel der vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, kurz BSI, in Auftrag gegebenen Studie.
Nach dieser ist das Sicherheitsniveau der Basissysteme generell gut. Große Risiken bergen vor allem die Erweiterungen oder Plug-Ins, die eine Website erst zu einem individuell gestalteten Internetauftritt machen. Hier finden sich die meisten Sicherheitslücken.

Das BSI empfiehlt daher, das installierte CMS nicht in der Standardkonfiguration zu betreiben, sondern es hinsichtlich sicherheitsrelevanter Optionen anzupassen oder anpassen zu lassen. Dem können wir uns nur anschließen!

Die vollständige Studie des BSI zur Sicherheit von Content Management Systemen finden hier als PDF zum Download.

Abtauchen im Web

Surfen ober- und unterhalb der Meeresoberfläche

Wir alle tun es, täglich und mehrfach: Das Abtauchen in die digitale Welt des Internets.

Der Redakteur Athanassios Danoglidis hat dies wörtlich genommen und die Daten und Fakten des World Wide Web im Kontext eines Ozeans für webmagazin.de grafisch aufbereitet.

Wir finden es sehr gelungen und wünschen viel Spaß und gute Information beim Surfen oberhalb und Tauchen unterhalb der Meeresoberfläche – beides rein virtuell, versteht sich!

Hier geht’s zur Infografik!

Semantische Suche

Vor einigen Wochen ging es durch die Presse: Google startet mit „Knowledge Graph“ eine neue Generation der Suchmaschine mit semantischen Funktionen. Aber was hat das zu bedeuten?

Internet und SEO: Googles semantische Suche

Hier zunächst ein kleiner Exkurs zur „Semantik“:
Der Begriff „Semantik“ geht auf ein altgriechisches Wort zurück, das mit dem Verb „bezeichnen“ übersetzt werden kann. Entsprechend steht bei der Theorie der Semantik die Beziehung und die Bedeutung von Zeichen im Mittelpunkt der Betrachtungen.

Zeichen können dabei einzelne Wörter, Worte im Sinne ganzer Sätze oder Teilsätze oder auch nur Symbole sein. Die Semantik ist somit die Wissenschaft von der Bedeutung der Zeichen.
Bezieht sich die Semantik als Bedeutungslehre nur auf die Zeichen einer Sprache, spricht man von linguistischer Semantik. Und wenn es um die Aussage von Zeichen und Zeichensystemen geht, von Semiotik.

Die inhaltliche Beziehung zählt für das Suchergebnis

Bei der von Google angekündigten Neuerung handelt es sich gemäß der vorangegangenen Ausführungen somit um eine Suche, die Ergebnisse nicht nur nach Schlagworten, sondern nach einem inhaltlichen Zusammenhang liefert. Entscheidend für das Suchergebnis sind somit die Beziehungen von Begriffen untereinander und nicht allein die Relevanz eines Suchbegriffes auf einer Seite.

Google plant als Ergebnis einer Suche künftig nicht nur eine Liste mit wahllos recherchierten Seiten zur Verfügung zu stellen, sondern gleich Antworten zu einem Themenbereich zu geben.

Ein Beispiel: Die Suche nach einer geschichtlichen Epoche wie dem Mittelalter ergibt nicht nur eine lange Liste mit Webseiten, auf denen von „Mittelalter“ die Rede ist, sondern liefert sofort eine Aufstellung von Fakten wie Jahreszahlen, Hintergründe und bedeutende Zeitzeugen wie Könige, Künstler, Kirchenfürsten etc.

  • Aber wie will Google es schaffen, die Verbindungen zwischen einzelnen Begriffen herzustellen?
  • Und woher will die Suchmaschine wissen, in welchem Kontext der einzelne Nutzer Informationen wünscht?

Dazu hat Google im Jahr 2010 eingekauft: die Datenbank Freebase vom Spezialisten in Sachen Semantik, Metaweb.
„Knowledge Graph“ durchsucht somit künftig das Internet und eine Datenbank mit hunderten Millionen von Objekten und Milliarden von Angaben über die Beziehungen zwischen den Objekten.
Und noch mehr: Knowledge Graph lernt die Gewohnheiten und Interessen eines jeden Nutzers kennen und bietet entsprechend nur für diesen User relevante Ergebnisse an.

Für den Suchenden bedeutet dies gewiss eine Erleichterung und vor allem eine Zeitersparnis. Allerdings erfährt seine Wissensumgebung aufgrund der Ergebnisauflistung nach persönlichen Vorlieben möglicherweise eine Einschränkung.

Wettbewerbsdruck und höhere Anzeigenerlöse als Triebfeder

Aber was hat Google von dieser aufwendigen Innovation? Schneller sein als die Wettbewerber Facebook und Microsoft mit ihren gigantischen Datenpools und, ganz klar, eine äußerst profitabel zu vermarktende Schaltung von Anzeigen.

 

Vorsicht vor ungewolltem Datenklau im Web

Auch im Internet gilt: Finger weg von fremden Inhalten!

Der eigene Blog kommt ohne Bilder recht dröge daher. Warum nicht schnell mal ein Foto aus dem Web herunterladen? Die Auswahl ist ja groß genug!
Oder gleich das Herstellerfoto eines Artikels nutzen, den man über ebay verkaufen möchte. Ist ohnehin hübscher als das selbst erstellte Handy-Foto!

Doch Vorsicht: Ein derart sorgloser Umgang mit fremdem Bildmaterial kann den Nutzer teuer zu stehen kommen!

Aktuell scheinen wieder zahlreiche Abmahnungen wegen unerlaubt verwendeter Fotografien zu kursieren. Zumindest berichten die Blogs diverser Anwaltskanzleien von einem vermehrten Aufkommen.

Recht im Internet: Finger weg von fremden Inhalten

Um sich vor solch‘ kostspieligem Ärger zu schützen, gibt es nur eine Methode: Finger weg von fremden Inhalten! Verwenden Sie niemals Bilder, Texte, Videos oder Audiodateien, die Sie nicht selbst produziert haben oder deren Nutzungrechte Sie nicht besitzen. Und: Lassen Sie sich die Nutzungrechte immer schriftlich zusichern – unter Nennung des Verwendungszwecks und der Nutzungsdauer.

In Zusammenarbeit mit Robert Bree Kommunikationsdesign und Matthias Koch, Aman Krasel Koch Rechtsanwälte in Frankfurt haben wir zudem ein Formular für die Vereinbarung zur Nutzung urheberrechtlich geschützter Inhalt erstellt, das wir Ihnen gerne kostenfrei zum Download anbieten.

Fazit: Ersparen Sie sich unnötigen Ärger und Kosten und kontaktieren Sie den Urheber der Inhalte, die Sie für Ihre Belange im Web verwenden möchten. Nach meiner Erfahrung ergeben sich daraus durchaus nette Kontakte und man erfährt freudiges Feedback von Seiten der Urheber, sind diese doch positiv überrascht, höflich um Nutzungserlaubnis gebeten zu werden.