Kampagne Not on App Store

Social Media-Kampagne: Weg vom Smartphone, hin zum realen Leben!

Jeder von uns kennt die Bilder: Menschen sitzen in Cafés, Bussen und Bahnen einander gegenüber, laufen über die schönsten Plätze in unseren Städten und was tun Sie außer am Latte oder Hugo zu nippen? Sie starren auf ihr Smartphone. Das Gerät, das angeblich alles kann außer fliegen. Und auf dessen Applikationen sich nahezu jeder Wirtschaftszweig in seinen Geschäftsmodellen und Marketing-Aktivitäten stürzt und stützt.

Crowd-Kampagne „Not available on App Store“

Dass ein Smartphone oder Tablet allerdings für viele wichtige Dinge und Aktionen nicht zu gebrauchen ist, macht die Social-Web-Kampagne „Not on App Store“ deutlich. Für einen Dollar können sich Interessierte einen Sticker mit Aufschrift „Not available on App Store“ kaufen, auf Gegenstände, Personen oder Tiere kleben und die entsprechenden Fotos ins Netz stellen.

Bekannte Marketing-Regel: Trend erzeugt Gegentrend

Hintergrund ist der Gedanke, und wohl auch das Bedürfnis, darauf aufmerksam zu machen, dass es zwischen Himmel und Erde noch immer Erlebnisse gibt, die man real erfahren sollte und die der Blick ins Smartphone nicht bieten kann. Eine schöne Idee und eine sehr gelungene Aktion! Und auch eine Bestätigung für die Marketing-Regel, dass ein starker Trend auch immer einen Gegentrend zur Folge hat.

Also: Daumen und natürlich Kopf hoch und mitgemacht… für mehr Freude am Leben und an realen menschlichen – und womöglich auch tierischen – Begegnungen im Alltag! Denn die gibt’s wirklich nicht im App Store!
Aktualisierung 07.05.2014: Ein YouTube Video, das im Moment einen Hype erlebt, verkündet unter dem Titel „Look Up (from Your Smartphone)“ die gleiche Botschaft. Auch wenn ein Teil der Community dem Musikvideo-Regisseur Gary Turk Doppelmoral und Gewinnsucht – Turk wird nicht schlecht an der Werbung verdienen – vorwirft, ist das Video gut gemacht und geht in seiner Emotionalität unter die Haut. Also, unbedingt reinschauen!

 

Impressumsfeld auf Facebook

Jüngstes Facebook Design-Update beinhaltet Impressumsfeld auf Fanpages.

Man soll ja den Glauben an Wunder niemals aufgeben. Zumal, wenn man gerade ein solches auf Facebook hat erleben dürfen. Denn endlich, nach rund sechs Jahren stetigen Bemühens, haben Zuckerberg und Co. ein Einsehen und schenken der deutschen Community ein Feld für den Eintrag eines Impressums.

Vorbei das ständige Nacharbeiten bei Kunden und auf der eigenen Seite, wenn Facebook mal wieder das Design geändert oder sich für die mobile Ansicht herausgeputzt hat. Im Land der gesetzlichen Impressumspflicht eine Erlösung für alle Beteiligten!

Zu finden ist der neue Link zum Impressumsfeld in der linken Timeline-Spalte:

Impressum Frontend

Das Einpflegen eines rechtssicheren Impressums – hierzu bitte auch den Blogartikel „Impressumspflicht: Wildwuchs im Web“ beachten – erfolgt über den Info-Bereich der Fanpage. Einfach diese öffnen, im Feld „Impressum“ auf „Bearbeiten“ klicken, die Angaben einfügen und sichern. Fertig!

Der Besucher des Facebook-Profils sieht das Impressum dann in der stationären Ansicht wie folgt:

Impressum Infobereich

Um der Impressumspflicht zu genügen, könnte man auch, wie zuvor praktiziert, nur einen Link zum Impressum der eigenen Website einfügen. Denn nach Paragraf 5 des Telemediengesetzes muss das Impressum lediglich in maximal zwei Schritten für den Seitenbesucher erreichbar sein.

Aber Vorsicht: Der Link „Impressum“ ist in der mobilen Ansicht der Fanpage leider nicht sichtbar. Hier würde ich empfehlen, der Anleitung im Blogartikel „Facebook oder die unendliche Geschichte“ zu folgen. Denn nach wie vor gilt: Besser ein Hinweis auf ein rechtssicheres Impressum zu viel als zu wenig. Auf Facebook kann Nachlässigkeit in dieser Hinsicht nämlich teuer werden!

 

Kommunikation in der Branche der erneuerbaren Energien

Schlechte Noten für Biomasse-, Solar- und Windenergie-Firmen

Es ist mitnichten ein Geheimnis, dass die Branche der erneuerbaren Energien viel von ihrem positiven Image eingebüßt hat. Zugegeben, Fehlentwicklungen und eine unklare Strategie im Zuge der viel diskutierten Energiewende machen es den Unternehmen nicht gerade leicht. Allerdings verschenken die Firmen der EE-Branche in einer Hinsicht ihr Potenzial nur allzu fahrlässig: in der Kommunikation mit ihren Anspruchsgruppen.

Das was Kommunikationsmanager schon mehrfach im Kontakt mit Vertretern der Branche haben erfahren müssen, macht nun eine neue Studie von Krampitz Communications deutlich:

  • Kaum jedes fünfte Unternehmen der EE-Branche agiert in der Kommunikation professionell.
  • Nur jedes dritte Unternehmen betreibt seine Kommunikation strategisch.

Ein Desaster, denn das Interesse an erneuerbaren Energien und an der Energiewende ist in der Bevölkerung ungebrochen. Dementsprechend groß ist der Austausch in sozialen Medien. Ein Phänomen, das wir selbst bestätigen können, wurde doch wenige Minuten nach der Veröffentlichung einer von uns lancierten Meldung auf einem Zeitungsportal lebhaft über die Vor- und Nachteile von Energie aus Biomasse diskutiert.

Hoher Bedarf an Informationen zu Umweltschutz und Energiewende

Zielgruppe Produzenten von Windenergie, Sonnenergie und Bioenergie: schlechte Noten f�r Public RelationsDas bedeutet: Die Menschen möchten sich aktiv an der Diskussion über die Energiewende und auch an der Energiewende selbst beteiligen. Was Ihnen fehlt, sind vielmehr kompetente Ansprechpartner, die sich ihren Fragen und ihrer Kritik stellen und nutzwertige Informationen liefern.

Diese Chance sollten Unternehmen der Erneuerbare-Energien-Branche nutzen. Sie wären gut beraten, den Dialog mit ihren Zielgruppen aufzunehmen und sich als kompetente Ansprechpartner in Fragen der regenerativen Energien und des Umweltschutzes zu erweisen – zu ihrem eigenen Nutzen und im Dienst der Sache.

Zudem sollte es nicht schwer sein, Partner oder Mulitplikatoren zu finden, die ihrerseits die Kommunikation vorantreiben. Denn nur wenige Themen genießen eine so hohe Aufmerksamkeit bei Verbänden und Journalisten wie die Energiewende. Denn es geht um nichts weniger als um unsere Zukunft!

Das Recht am eigenen Bild

Das Recht am eigenen Bild gilt auch in der Ferienzeit!

Der Urlaub ist die sch�nste Zeit des Jahres und die vielen neuen Erlebnisse wollen in Bildern festgehalten werden. Doch die Daheimgebliebenen sollen sich ebenfalls freuen d�rfen. Was liegt somit n�her, als die sch�nen Motive von fr�hlichen Menschen �ber Facebook und Co. zu verbreiten?

Allerdings kann hierbei ein allzu sorgloses Vorgehen mit einer hohen Geldstrafe oder sogar mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr geahndet werden.

Recht in der Kommunikation: Das Recht am eigenen BildDie Gesetzeslage zum Bildnisrecht

Der Hintergrund ist das Recht am eigenen Bild – ein allgemeines Pers�nlichkeitsrecht respektive das „Recht auf Achtung und Entfaltung der Pers�nlichkeit“.
Die Rechtsgrundlage f�r das Recht am eigenen Bild wiederum ist das „Urheberrecht an Werken der bildenden K�nste und der Photografie“, kurz KunstUrhG, vom 9. Januar 1907. Und auch wenn sich bis heute einige Neuerungen ergeben haben, gilt dieses Gesetz in seinen Grundz�gen noch immer.

Kernaussage des KunstUrhG: „Bildnisse d�rfen nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder �ffentlich zur Schau gestellt werden.“

Ausnahmen sind nach dieser Gesetzteslage von 1907 gegeben, wenn

  • es sich um Abbildungen aus dem Bereich der Zeitgeschichte handelt
  • Personen nur als Beiwerk in einer Landschaft oder einem sonstigen �rtlichen Kontext zu sehen sind
  • Personen im Rahmen von gr��eren Versammlungen abgebildet werden
  • Bilder einem h�heren k�nstlerischen Interesse dienen.

Doch Achtung: Diese Ausnahmen wurden durch die neue Rechtssprechung zum Teil revidiert.

Vorsicht bei der Ablichtung von Prominenten

So wurde die in der deutschen Rechtssprechung g�ngige Unterscheidung in Privatpersonen und „absoluten bzw. relativen Personen der Zeitgeschichte“ durch ein Urteil des Europ�ischen Gerichtshofs f�r Menschenrechte relativiert. Zuvor durften in der �ffentlichkeit „absolute Personen der Zeitgeschichte“ und „relative Personen der Zeitgeschichte“ auch ohne deren Einwilligung fotografiert und die Bilder verbreitet werden. Nun muss gepr�ft werden, ob bei deren Fotos zeitgeschichtliche Relevanz vorliegt. Ganz ausgeschlossen vom Recht der Ver�ffentlichung sind ohnehin Bilder von Prominenten, die in privaten R�umen sowie in R�ckzugsbereichen aufgenommen wurden. Hier greift das „Grundrecht auf Schutz des Familien- und Privatlebens“.

Generell gilt jedoch: Je mehr eine Person sich in der �ffentlichkeit bewegt und je mehr ihr Tun von �ffentlichem Interesse ist, umso eher k�nnen Fotos und sonstige Abbildungen erstellt und medial verwertet werden.

Privatpersonen genie�en besonderen Schutz

Und damit w�ren wir wieder beim Thema Urlaubsfotos und damit Bilder von Privatpersonen. Diese d�rfen niemals ohne Zustimmung der Abgebildeten ver�ffentlicht werden. Auch dann nicht, wenn diese Personen nur in einer Menschenmenge zu erkennen sind.

Relevant f�r die Notwenigkeit einer Zustimmung ist die individuelle Erkennbarkeit. Und diese kann sich bereits aus dem thematischen Kontext ergeben. Selbst die aus den Medien bekannten Balken vor den Augen eines Abgebildeten k�nnen die Identifizierbarkeit einer Person bisweilen nicht verhindern.
Und die Grenzen sind flie�end, denn ein Beweis f�r die Erkennbarkeit muss nicht gef�hrt werden. Allein der Verdacht gen�gt!

Doch der Schutz von Privatpersonen geht noch weiter: Das blo�e Erstellen eines Fotos verletzt mitunter das Recht am eigenen Bild.

Anspruch auf L�schung bei Verletzung der Privatsph�re

Wer sich in seiner Privatsph�re verletzt f�hlt, kann vom Fotografierenden die L�schung der Aufnahme fordern. Und dies vor allem dann, wenn die fotografierte Person Grund zur Annahme hat, dass ihr Bildnis medial verbreitet werden soll, wie etwa bei einem Foto via Smartphone.

Daher kann mein Rat nur lauten: Seien Sie vorsichtig, wen Sie wann und in welchem Kontext f�r Ihre pers�nlichen Erinnerungsfotos ablichten. Selbst wenn es sich bei den abgebildeten Personen um Freunde und Bekannte handelt: Bitten Sie diese um ihre Einwilligung, bevor Sie deren Fotos via Facebook auf die virtuelle Reise schicken. Damit die sch�nste Zeit des Jahres auch in sch�nster Erinnerung bleibt!

 

Impressumspflicht für mobile Facebook-Fanpages

Die unendliche Geschichte zum Thema Impressumspflicht auf Facebook schreibt ein neues Kapitel.
Aber dazu später!

Recht in Social Media: Impressumspflicht f�r mobile Facebook-FanpagesZunächst eine kurze Zusammenfassung der Gesetzeslage (die ausführlichen Angaben und den Link zu einem Infoblatt des Justizministerium findet sich unter dem Blogbeitrag „Impressumspflicht: Wildwuchs in Web“ vom 13. November 2012):

Nach Paragraf 5 des Telemediengesetzes (kurz: § 5 TMG) ist jeder Betreiber einer kommerziellen Website dazu verpflichtet, sein Online-Angebot mit einer Reihe von Angaben zu kennzeichnen. Da die zu geschäftlichen Zwecken genutzten Social Media-Auftritte ebenfalls unter diese Bestimmung fallen, unterliegen auch diese der Notwendigkeit.

Dabei gilt: Die Anbieterkennzeichnung, also das Impressum, muss leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar sein.

Das Problem: Soziale Medien halten eine entsprechende Rubrik nicht vor.
Somit habe ich Kunden für deren Facebook-Auftritt bislang empfohlen, in die Info-Rubrik im Feld „kurze Beschreibung“ die URL der Impressumsseite des firmeneigenen Webauftritts mit dem Hinweis „Impressum“ gut sichtbar einzufügen. Aber Vorsicht: Voraussetzung für die rechtliche Stichhaltigkeit dieses kleinen Tricks ist, dass der Betreiber der Website und der Fanpage auf Facebook ein und dieselbe Person sind!

Dieser Ratschlag gilt nach wie vor.
Aber: Facebook hat jüngst das Layout der Seitenansicht für mobile Devices, also für Smartphones und Tablets, ge�ndert und nun erscheint der Hinweis resp. der Link zur Impressumsseite auf der Homepage eines Seitenbetreibers in der mobilen Ansicht nicht mehr.

Doch auch hier gibt es Abhilfe: Rechtsanwalt Schwenke aus Berlin empfiehlt auf allfabook.de, in der Info-Rubrik auch das Textfeld „Beschreibung“ mit dem Hinweis „Zum Impressum“ und mit den genauen Daten zu bestücken – ebenso ausführlich wie auf der Website. In der mobilen Ansicht von Fanpages wird nämlich der erste Satz des Feldes der ausführlichen Beschreibung und nicht das der kurzen Beschreibung abgebildet.

Verwirrend? Zugegeben, aber hier ein Blick auf einen Ausschnitt des Info-Bereiches der Fanpage von Die Konzepter Kommunikation.Kreation mit eben diesen Anpassungen:

Impressum f�r mobile Facebook Fanpages

Mein Appell: Nehmen Sie sich die wenigen Minuten Zeit, die Sie zur Anpassung Ihrer Fanpage auf Facebook benötigen. Die kurze Mühe kann letztendlich Geld sparen und – ein nicht ganz zu unterschätzender Faktor für die nahe Zukunft – Sie bleiben in Übung!

Abtauchen im Web

Surfen ober- und unterhalb der Meeresoberfläche

Wir alle tun es, täglich und mehrfach: Das Abtauchen in die digitale Welt des Internets.

Der Redakteur Athanassios Danoglidis hat dies wörtlich genommen und die Daten und Fakten des World Wide Web im Kontext eines Ozeans für webmagazin.de grafisch aufbereitet.

Wir finden es sehr gelungen und wünschen viel Spaß und gute Information beim Surfen oberhalb und Tauchen unterhalb der Meeresoberfläche – beides rein virtuell, versteht sich!

Hier geht’s zur Infografik!

Impressum korrekt formulieren

Wie Sie Abmahnungen infolge einer fehlerhaften Anbieterkennzeichnung vermeiden!

Die Varianten in der Darstellung von „Impressen“ im Web kennen noch immer keine Grenzen: Von V.i.S.d.P. (verantwortlich im Sinne des Presserechts) bis zur Unauffindbarkeit der Anbieterkennzeichnung ist alles vertreten.

Recht im Internet: Impressum korrekt formulierenAllerdings seltsam, denn eigentlich sollten die wenigen Regeln für eine korrekte Formulierung des Impressums einer Internetseite inzwischen bis zur letzten Agentur, die die Konzeption oder Programmierung von Webseiten anbietet, durchgedrungen sein.

Grundsätzlich gilt: Jeder Betreiber einer Webseite ist nach Paragraf 5 des Telemediengesetzes (kurz: § 5 TMG) dazu verpflichtet, sein Online-Angebot mit einer Reihe von Angaben zu kennzeichnen. Ausgenommen sind lediglich Internetseiten, die ausschließlich privaten Zwecken dienen. Allerdings sind die Verantwortlichen auch in diesem Fall gut beraten, wenn sie der Kennzeichnungspflicht dennoch nachkommen.

Die Daten, die im Rahmen der Impressumspflicht anzugeben sind, können sich jedoch in ihrem Umfang unterscheiden, je nachdem, ob es sich bei dem Webseitenbetreiber um eine natürliche oder um eine juristische Person handelt (Firmierung als GmbH oder AG). Allerdings sind nach § 2 Satz 2 TMG juristische Personen mit Personengesellschaften (GbR, OHG, KG) gleichgestellt, die Rechte erwerben und Verbindlichkeiten eingehen können.

Für alle gilt: Die Anbieterkennzeichnung, also das Impressum, muss leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar sein.

Will heißen: Der Menüpunkt auf der Webseite, der die verpflichtenden Daten bereithält, sollte

  • entsprechend benannt werden, also am besten „Impressum“ heißen. Allzu viel Kreativität ist hier fehl am Platz!
  • Dann sollte man nicht lange suchen müssen, um zum Impressum zu gelangen. Warum somit den Link nicht gleich ins Menü oder gut sichtbar in den Footer packen?
  • Und zum Schluss gilt es noch sicherzustellen, dass die Informationen dem User ständig und gut lesbar zur Verfügung stehen.

An Daten braucht es für alle Firmierungen sämtliche Namen (soweit vorhanden: Firma, Personen, Vertretungsberechtigte), Anschrift, Kontaktinformationen in Form von E-Mail und eines weiteren Kommunikationsmittels wie Telefonnummer bzw. Kontaktformular. Bei der Telefonnummer sollte die Erreichbarkeit gewährleistet sein. Ein Anrufbeantworter genügt nicht den Anforderungen eines jeden Gerichts.

Hinweise zur Impressumspflicht als Infoblatt vom Bundesministerium für Justiz

Welche Angaben im Einzelnen und abhängig von Umsatzsteueridentifikationsnummer, behördlicher Zulassung, Eintragungen in Handelsregister etc. zu beachten sind, ist in einem kleinen, aber sehr informativen Leitfaden des Bundesministerium für Justiz (hier Link zum Download) übersichtlich dargestellt. In strittigen Fällen würde ich allerdings jedem Anbieter von Webseiten, insbesondere von Webshops, raten, das Impressum von einem Anwalt prüfen zu lassen. Denn Verstöße werden als Ordnungswidrigkeiten und, schlimmer noch, als Wettbewerbsverstoß geahndet. Und das kann eine hohe Geldbuße bedeuten!

Und ein nicht minder wichtiger Hinweis zum Schluss, der von vielen Betreibern kommerzieller Webseiten schlichtweg vergessen wird:

Auch die Seite eines Unternehmens auf Facebook und Co. unterliegt der Impressumspflicht!

Mein Tipp: Da diese sozialen Medien eine entsprechende Rubrik nicht vorhalten, gibt es einen kleinen Trick, mit dessen Hilfe man sich die Richtlinie der unmittelbaren Erreichbarkeit des Impressums zunutze machen kann: Wenn Sie als Betreiber Ihrer Webseite ebenfalls für die Fanseite Ihres Unternehmens verantwortlich sind, brauchen Sie lediglich in die Info-Rubrik auf Facebook die URL der Impressumsseite Ihres Webauftritts mit dem Hinweis „Impressum“ gut sichtbar einfügen. Und Sie haben somit Ihrer Pflicht zur Anbieterkennzeichnung genüge getan!

Ach ja, noch eine Anmerkung: Auch für Webseiten, die sich noch im Aufbau befinden, gilt die Impressumspflicht. Es bleibt schwierig!

Schleichwerbung im Social Web

Wettbewerbswidrige Schleichwerbung der ARAG auf Blog von Rechtsanwälten

Es ist erstaunlich, aber scheinbar dennoch eine Tatsache, dass viele Unternehmen noch immer nicht verstanden haben, sich im Social Web korrekt zu bewegen.
Über einen Fall, der sicherlich nicht nur mich zum Schmunzeln gebracht hat, berichtet der Newsletter der Kanzlei Dr. Bahr in der Ausgabe vom 2.05.2012.

Recht in Social Media: Schleichwerbung
Auf dem Blog der Rechtsanwälte Carsten Hoenig und Dr. Martin Bahr zum Thema „Rechtsschutzversicherer“ tauschen sich regelmäßig mehr als 30 Rechtsanwälte über ihre Erfahrungen mit Rechtsschutzversicherungen aus. Dabei wurde auch über den Rechtsschutzversicherer ARAG und dessen Regulierungsverhalten berichtet. Dazu postete ein User eine wahre Lobeshymne über die ARAG und deren Service.

Nicht gekennzeichnetes Posting von Unternehmen wettbewerbswidrig

Dies ließ die Anwälte aufhorchen. Die Recherche nach der IP-Adresse des begeisterten Versicherungsnehmers führte direkt zum Standort des Rechtsschutzversicherers ARAG.

Das Ende vom Lied: Das Landgericht Hamburg stellte in einer einstweiligen Verfügung fest, dass die Rechtsschutzversicherung ARAG wettbewerbswidrig Online-Schleichwerbung betrieben habe. Für alle, die es interessiert: Der Wortlaut des Postings, nähere Ausführungen und die Beschlussfassung finden sich im Newsletter-Archiv der Website der Kanzlei Dr. Bahr.

Fazit: Auch die korrekte Kommunikation im World Wide Web will gelernt sein. Sie sollte in Unternehmen den Verantwortlichen für Public Relations bzw. Marketing oder Agenturen überlassen werden. Anderfalls läuft das Ergebnis in Gefahr, nur eines zu sein: sehr, sehr peinlich!